Schmuckkästchen des Barock
Amorbach
Umgeben von den dicht bewachsenen Hügeln des Odenwaldes, wenige Kilometer südlich von Miltenberg und dem Main entfernt, liegt das verträumte Barockstädtchen Amorbach.
Amorbach, am Zusammenfluss der Mud und des Bilbachs, kann auf eine mehr als 1.250-jährigen Geschichte zurückblicken.Wohl heute vor allem bei Liebespaaren aufgrund seines verzückenden Namens als idealer Ort zum Heiraten bekannt, ist die eigentliche Herkunft des Namens weniger romantisch, leitet sie sich doch aus dem Wort „Ammer“, für „Sumpf, sumpfiges Gewässer“ ab.
Im Laufe der Jahre wurde daraus durch Lautverschiebung zunächst Amar- bzw. Ammerbach und schließlich Amorbach. Ob tatsächlich der heilige Amor, ein Schüler des irischen Wanderbischofs Pirmin, zum ersten Abt und damit Mitbegründer der klösterlichen Niederlassung in Amorbach gezählt werden kann, ist nicht belegbar. Dass dennoch Amor auf die ein oder andere Art durchaus seine Finger bei der Entstehung des Ortes im Spiel gehabt haben könnte, wird bei einem Rundgang durch die Stadt offensichtlich.
Romantische Gassen, eine herrliche Kulturlandschaft und die unter Denkmal stehende Altstadt machen den staatlich anerkannten Luftkurort Amorbach zu einem wahren „Schmuckkästchen“.Die einstige geistliche und auch politische Bedeutung Amorbachs ist heutzutage zunehmend einer kulturellen gewichen, die sich nicht zuletzt in den vom Barock geprägten Ensembles der Abteikirche und des ehemaligen Benediktinerklosters, dem mittelalterlichen Charme der Altstadt sowie in zahlreichen, mitunter kuriosen und einzigartigen Sehenswürdigkeiten, wie dem ältesten Fachwerkhaus Bayerns und der Sammlung Berger, widerspiegelt.
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geschrieben am 05.7.2011
Kategorie: Geschichte
Tags: Amorbach, Barock, Main, Odenwald
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