Ordensgemeinschaft
Benediktinerkloster
Ein Benediktinerkloster ist die ortsfeste Gemeinschaft von Mönchen oder Nonnen, die dem Orden der Benediktiner angehören.
Der Benediktinerorden gilt gemeinhin als ältester Orden des westlichen Ordenlebens und ist vorrangig in der römisch-katholischen Kirche ausgerichtet. Zu unterscheiden ist zwischen Benediktinerabtei und Benediktinerstift. Letzterer führt nicht selten seelsorgerische Tätigkeiten aus und betreibt Schulen.
Der Gebäudekomplex eines Klosters beinhaltet neben der Kirche als Zentrum von Frömmigkeit und Gebet, auch Wohn- und Gemeinschaftsräume für die Ordensmitglieder. Den abgegrenzten, nur den Ordensmitgliedern vorbehaltenen Bereich bezeichnet man als Klausur. Dieser Teil des Klosters gilt als Rückzugsraum und darf von Außenstehenden nur zeitweilig und unter besonderen Umständen betreten werden.
In der Regel zählt auch eine Bibliothek zum Komplex eines Klosters. Möglicherweise kommen ein Kräutergarten und eine Apotheke hinzu. Im Benediktinerkloster wird oftmals auch wissenschaftliche und vor allem kulturhistorische Arbeit betrieben und beispielsweise eine besondere Form des Buchdrucks gepflegt. Der Orden der Benediktiner ist seit jeher in besonderem Maße mit Kultur, Bildung verknüpft. So bestehen heute noch einige traditionsreiche Schulen und Musikwettbewerbe.
Hotelempfehlungen
Rheinland-Pfalz
Kloster Marienhöh, ehemaliges Kloster der Marienschwestern, in der unberührter Naturlandschaft des Hunsrück mit Blick auf Steinbachtalsperre und Wildenburg.
Nordrhein-Westfalen
Vorbildlich restauriertes Rokokoschloss und persönlich geführtes Hotel mit SPA am Niederrhein, umgeben von einem bezaubernden englischen Landschaftsgarten.
Mit den Klosterreformen des Mittelalters, aber auch der Gründung neuer Orden, differenzierten sich die Anforderungen an die klösterlichen Anlagen. So entwickelte im Laufe der Zeit jeder Orden und sogar jedes Kloster seine eigenen architektonischen Eigenheiten. In der Regel des heiligen Benedikt nehmen Gebet und Arbeit, ora et labora, den gleichen Stellenwert ein. Das zeigte sich auch im Aufbau der Klöster. Nicht selten zählten landwirtschaftliche Flächen und Betriebe zum Eigentum.
Den wahrscheinlich ersten Entwurf eines Benediktinerklosters bezeugt der Sankt Galler Klosterplan von ca. 820. Das Zentrum des mönchischen Lebensraumes bildeten die Kirche und der südlich angeschlossene Kreuzgang. Im ersten Stock des Ostflügels befindet sich ein Schlafsaal mit 77 vorgesehenen Betten. Mehrere als Geruchsschleusen abgewinkelte Gänge führen in die Küche, zu den Bädern und Ankleidezimmern.Die einzige Öffnung zur Außenwelt bildet ein kleiner Besuchsraum.
Dort spricht man mit Gästen und erteilt Anweisungen, um die landwirtschaftliche und handwerkliche Produktion zu organisieren. Der klösterliche Komplex ist mit Ausnahme dieses Durchgangs und der Treppe, die zur Kirche führt, vollständig abgeschlossen. Die Reformationszeit brachte schwerwiegende Veränderungen im kirchlichen Leben mit sich, die letztendlich den Untergang vieler Klöster bedeuteten. Teilweise findet man nur noch Ruinen vor, einige wurden zweckentfremdet. Heute werden viele der nostalgischen Anlagen im Bemühen sie zu erhalten auch im weltlichen Sinne genutzt, als Hotels oder Veranstaltungsorte.
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Schlagworte zu Benediktinerkloster
Bayern, Benediktiner, Kirche, Kreuzgang, Mönche, Orden, Reformation, Benediktinerkloster, Ordensgemeinschaft
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geschrieben am 13.1.2011
Kategorie: Religion
Tags: Bayern, Benediktiner, Kirche, Kreuzgang, Mönche, Orden, Reformation
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