Komponist

Johann Sebastian Bach

Johann Sebastian Bach (* 31. März 1685 in Eisenach; † 28. Juli 1750 in Leipzig) war ein deutscher Komponist, Orgel- und Klaviervirtuose des Barockzeitalters.

Am 21. März 1685 in Eisenach als Sohn des Stadtmusikus  Ambrosius Bach geboren, war Johann Sebastian Bach zu seiner Zeit ein hochgeschätzter Organist, Orgelinspektor und Komponist. Seine Werke waren lange nur Musikkennern bekannt, bis sie von den Romantikern im 19. Jahrhundert wiederentdeckt wurden. Heute gilt Bach als einer der bedeutendsten Komponisten überhaupt, der unzählige spätere Musiker wesentlich beeinflusst hat.

Seine erste feste Stelle als Organist hatte er von August 1703 bis 1707 in Arnstadt. Er übte sie eigenwillig und selbstbewusst aus, fühlte sich aber in seiner künstlerischen Entwicklung stark eingeengt und bat um seine Demission. Er hatte begonnen, Kantaten zu komponieren, die aufwändiger als üblich gestaltet waren. 1707 heiratete er Maria Barbara Bach und 1708 kam er als Hoforganist nach Weimar, wo er 1714 auch Konzertmeister wurde.

Erstmals unterstand er als Musiker nicht einer Stadtverwaltung und der Kirche, sondern einem Fürsten, der ihm relative Freiheit für seine künstlerische Tätigkeit zusicherte. Weil seinen Kantaten jetzt zumeist Texte des Weimarer Kirchenlieder-Dichters Salomo Franck zugrunde lagen, die sich nicht ausschließlich an der Bibel orientierten, sondern auch an italienischer Volksdichtung, erlaubten sie ihm eine vielseitigere musikalische Ausdeutung. Damit begann eine neue Linie in Bachs Kantatenschaffen. Sein Wirken in Weimar endete jedoch betrüblich.

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Bach hielt sich nicht an ein Musizierverbot und fiel in Ungnade. Als der Hofkapellmeister Drese 1716 starb, wurde nicht Bach, sondern der mäßig begabte Sohn des Verstorbenen zum Nachfolger erkoren. Da er aus Köthen ein günstiges Angebot erhalten hatte, reichte er ein Entlassungsgesuch ein. Das wurde strikt abgelehnt und Bach kurzerhand eingesperrt. Bachs Name hatte aber zu dieser Zeit in deutschen Landen bereits einen guten Ruf. Dem Landesfürsten blieb nichts übrig, als ihn nach knapp einem Monat wieder aus der Haft zu entlassen und der Demission zuzustimmen.

Bach verließ Weimar und trat in Köthen eine neue Stelle als fürstlicher Hofkapellmeister an. Hier komponierte er „Das wohltemperierte Klavier“ und die „Brandenburgischen Konzerte“. 1720 starb seine Frau, ein halbes Jahr später heiratete Bach die Sängerin Anna Magdalena. Nach sechs Jahren bewarb er sich 1723 um die vakante Stelle des Thomaskantors in Leipzig. In der Leipziger Thomaskirche sollte jeden Sonntag ein etwa 20-minütiges kirchenmusikalisches Werk zu vorgegebenen Bibeltexten aufgeführt werden.

Hierfür schuf  Bach jede Woche eine Kantate, insgesamt über 300 Werke von denen knapp 200 sind erhalten. Daneben entstanden in Leipzig die "Matthäus Passion", das „Weihnachtsoratorium“, die "Messe in h-Moll" und viele andere bedeutende Werke.Nach einem wechselvollen, aber erfüllten Leben starb Johann Sebastian Bach am 28. Juli 1750 in Leipzig. 

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geschrieben am 25.1.2011
Kategorie: Kunst und Kultur
Tags: Bach, Barock, Deutschland, Kirchenmusik, Komponist, Konzert, Leipzig, Musik, Orgel
Bildnachweis: Foto von Elias Gottlob Haussmann  auf Wikipedia. Lizenz PD-old

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