Französischer Staatsmann
Napoleon Bonaparte
Napoleon I (1769 – 1821) war ein französischer General und Kaiser, dessen Mythos vom genialen militärischen Strategen und „Vater Europas“ in die Geschichte einging.
Napoleon Bonaparte, geboren 1769 auf Korsika, hat Europa geprägt wie kein anderer. Er war ein Emporkömmling, neigte zu permanenter Selbstdarstellung und sein Ziel war der Ruhm Frankreichs in einem neuen Europa.
Die Geschichte Napoleons ist die Geschichte von großem Erfolg und tiefem Fall. 1789 begann in Frankreich die große bürgerliche Revolution. Seit April 1792 befand sich das revolutionäre Frankreich im Krieg gegen die Koalition europäischer Staaten. Preußen zog sich 1795 im Frieden von Basel aus dem Krieg zurück, aber England, Spanien, der Papst, Neapel, die Toskana, Venedig, Sardinien und Portugal führten den Krieg gegen Frankreich weiter.
Aus dem französisch-österreichisch-preußischen Konflikt erwuchs ein europäischer Krieg. 1799 folgte der zweite Koalitionskrieg, in dem Frankreich über die Verteidigung der Landesgrenzen hinausging und einen nationalen Eroberungskrieg begann. Die Befürchtung der alten Mächte, die europäische Kräftebalance könnte zerstört werden, fand in der „Revolution in Reiterstiefeln“, ihre gewalttätige Bestätigung.
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Die europäischen Monarchen fürchteten neben dem Säbel Napoleons vor allem die begeisternde Wirkung der freiheitlich-bürgerlichen Ideen der französischen Revolution auf die Bürger Europas. 1799 stürzte der ehrgeizige General Napoleon Bonaparte das Revolutions-Direktorium und krönte sich 1804 selbst zum Kaiser der Franzosen. Im inneren Frankreichs hatte der Militärdiktator Ruhe erwirken können und schuf mit der Einführung des Code Civil neue Rechtssicherheit. Die Republik war ihm eigentlich aber nur eine Zwischenetappe auf dem Weg zu fortwirkendem Ruhm Frankreichs.
In den Jahren von 1807 bis 1812 eroberte Napoleon ein Territorium von Spanien bis zur russischen Grenze, von Neapel bis Dänemark. Aber der kleine Korse übernahm sich. Bereits die 1806 verkündete Kontinentalsperre schadete seinen Großmachtplänen. Vor allem mit dem Feldzug gegen Russland 1812 begann der Niedergang der französischen Hegemonie und damit der Untergang Napoleons. Die nationalen Leidenschaften, die noch 20 Jahre zuvor die französische Revolution entfachten, kehrten sich 1813 gegen Frankreich.
Im restlichen Europa wurde das neu erwachte Nationalbewusstsein zum entscheidenden Antrieb für die Freiheitsbewegung gegen die napoleonische Fremdherrschaft. Im Oktober 1813 schlugen die vereinten Preußen, Russen, Österreicher und Schweden, mit Unterstützung von England, Napoleon in der Völkerschlacht bei Leipzig. Ein Imperium zerfiel, der Kaiser musste sich hinter den Rhein zurückziehen.
Die siegreichen Koalitionsarmeen, an deren Spitze Kaiser Alexander I. Von Russland, marschierten in Frankreich ein. Der Usurpator kam milde davon und erhielt das beschauliche Exil auf der Insel Elba. Nach einem erneuten Anlauf zur Macht über Europa, brachte ihm die Schlacht bei Waterloo das endgültige politische Ende. Napoleon Bonaparte wurde bis zu seinem Lebensende, er starb am 5. Mai 1821, auf die Insel St. Helena verbannt.
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geschrieben am 19.4.2011
Kategorie: Geschichte
Tags: Alexander I., Elba, Europa, Französische Revolution, Leipzig, Preußen, Waterloo
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