MÄRCHENERZÄHLER

Auf den Spuren der Märchenerzähler

Schloss MarburgNeues Museum Weserburg, BremenRattenfängerhaus, HamelnSchlösschen Bellvue, KasselExternsteineExternsteineExternsteineExternsteineDie Bremer StadtmusikantenBrüder Grimm Denkmal, KasselKunsthalle, Bremendocumenta-Halle, KasselBarkenhof in WorpswedeFridericianum, KasselBöttcherstraße, Bremen

Wer kennt sie nicht die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm. Als Sprachforscher sammelten und veröffentlichten sie Märchen und Sagen und entwickelten die Grundzüge einer Grammatik. Zwi schen ihrem Geburtsort Ha nau, östlich von Frank furt gelegen, und Bremen, wo ihnen mit den „Bremer Stadt musikan ten“ ein Denk mal gesetzt wurde, verläuft die Deutsche Märchenstraße.

Durch reizvolle Fluss täler und Mittel gebirgs landschaf ten, vorbei an Burgen und Schlössern, durch mittelalterliche, verwinkelte Fach werk städt chen führt die Märchenstraße nicht nur zu den Wirkungsstätten der Brüder Grimm (Hanau, Stei nau, Marburg, Kas sel und Göttingen), sondern auch zu Schau plätzen einiger berühmter Märchen (Dornröschenschloss Sababurg oder Frau-Holle-Teich auf dem Hohen Meißner). In der malerischen alten Universitätsstadt Marburg begannen die Brüder Grimm ihre Forschungen.

Zwischen Marburg und Fritzlar liegt das Rotkäppchenland. Die mittelalterliche Dom- und Kaiserstadt Fritzlar ist noch fast vollständig von einer mit Türmen gespickten Stadtmauer umgeben. Unterwegs auf der Märchenstraße erschließen sich noch andere Orte berühmter Geschichten und Überlieferungen, wie die des Ratten fängers von Hameln oder des Barons Münchhausen in Bodenwerder an der mittleren Weser. Schloss und Park Wilhelmshöhe erinnern in Kassel an die Bedeutung der Stadt zur Renaissance- und Barockzeit. Die pittoreske Löwenburgaußen bröckelnde Burgruine, innen wohnliche Sommerresidenz – von Kurfürst Wilhelm erbaut, bot schon zu Zeiten der Brüder Grimm eine märchenhafte Kulisse. Im Palais Bellevue sind das Brüder Grimm-Museum sowie Grimm-Archiv und -Bibliothek beherbergt. Die Kunst halle Fridericianum ist Hauptsitz der renommierten, alle vier Jahre stattfindenden documenta. Nicht weit von Kassel entfernt liegt das Märchenland Reinhardswald und darin die Sababurg mit Rosengarten und Wildpark, die als Dornröschenschloss der Brüder Grimm gilt.

Im Park Gesundbrunnen erinnern Badehäuser und Brunnentempel an die Blütezeit des alten Heilbades Hofgeismar. Hameln lädt mit seinen schönen alten Bürgerhäusern zum Stadtrundgang auf der „Rattenspur“, ganz im Zeichen der weltberühmten Rattenfängersage ein. Start ist im Zentrum auf dem Pferdemarkt. In der Nähe der Stadt Horn geht es über den „Hermannsweg“ zu den Extern steinen: einem sagenumwobenen Natur- und Kulturdenkmal aus vorchristlicher Zeit, das bereits von Goethe bewundert wurde. In der Nähe erhebt sich bei Detmold das Hermannsdenkmal, das an die Schlacht im Teutoburger Wald (9 Jh. n. Chr.) erinnert, in der das römische Heer vom Cherusker fürsten Arminius vernichtend geschlagen wurde.

Von Bückeburg, einem Juwel der Weserrenaissance, geht es über Minden, Nienburg und Verden an der Weser entlang bis in die alte Hansestadt Bremen, die mit vielen interessanten Gebäuden und Museen aufwarten kann. Die „Bremer Stadtmusikanten“ an der Westseite des Rathauses, gelten als das bekannteste Denkmal der Stadt.

Die Böttcherstraße, eine 110 m lange Passage, in der die Böttcher früher ihre Fässer fertigten, wurde in den Jahren 1924 bis 1931 von Bernhard Hoettger, einem Mitbegründer der Darmstädter Künstler kolonie, expressionistisch umgestaltet.

Nur 25 km von Bremen entfernt liegt die Künstlerkolonie Worpswede, ebenfalls mit vielen Bauten Bernhard Hoettgers.