ROMANTIK MOSEL RHEIN

Auf den Spuren der Romantik an Mosel und Rhein

Romanischer Dom St. Peter und Liebfrauenkirche (13. Jh.), TrierKaiserthermenBurg SooneckLoreleyPorta Nigra: römisches Stadttor aus dem 2. Jahrhundert, TrierAssmannshausenKarl-Marx-Relief an seinem Geburtshaus, TrierBlick auf Koblenz und das „Deutsche Eck“Steipe mit Marktbrunnen, TrierHistoriensäule, KoblenzDrosselgasse in RüdesheimFestung EhrenbreitsteinMatthias Basilika, TrierAlte Zollfestung „Steinernes Schiff“

Die Moseluferstraße führt über 193 km von Trier nach Koblenz durch eine pittoreske Landschaft und zahlreiche romantische Winzerorte, vorbei an imposanten Burgen (Burg Eltz und Burg Cochem).

Sehenswert, auch für einen längeren Aufenthalt, ist Alt-Cochem mit seinen Befestigungsanlagen und zahlreichen alten Giebelhäusern. Die „Alte Thorschenke“ gehört zu den ältesten und besonders gut erhaltenen Weinlokalen.

Trier, im Jahre 16. v. Chr. von Kaiser Augustus gegründet, gilt als älteste deutsche Stadt. Etwa 100 Jahre später entstand das heute noch in Teilen erhaltene Amphitheater, das ursprünglich 20.000 Zuschauer fassen konnte. Von der römischen Zeit zeugen noch weitere Gebäude, wie die Kaiser- und Barbarathermen, die Thermen am Viehmarkt, die Aula Palatina sowie das römische Stadttor Porta Nigra.

Seit 273 n. Chr. ist Trier Bischofssitz, wovon der Dom, als älteste Bischofskirche Deutschlands ein einducksvolles Zeugnis ablegt. Der Dom gehört heute zum UNESCO-Weltkulturerbe und dokumentiert über 1.650 Jahre Architektur und Kunstgeschichte.

In Trier steht auch das Geburtshaus von Karl Marx, dem Begründer der politischen Ökonomie. Die Dauerausstellung im Karl-Marx-Haus vermittelt anhand von Originaldokumenten einen interessanten Eindruck von seinem Leben und philosophischen Schaffen.

Am Zusammenfluss von Mosel und Rhein liegt Koblenz, eine Stadt mit bedeutsamer Geschichte. Seit der Zeit der Römer hat die Stadt in ihrer exponierten Lage große strategische Bedeutung.

An einer Landzunge, direkt an der Mündung der Mosel in den Rhein, liegt das „Deutsche Eck“ mit einem monumentalen Kaiser-Wilhelm-Denkmal. Unweit davon erinnert das Deutschherrenhaus an den Deutschen Ritterorden, der sich 1216 hier ansiedelte.

Auf der anderen Rheinseite liegt die Festung Ehrenbreitstein, eine von den Trierer Kurfürsten vor rund 1.000 Jahren angelegte Burganlage. Sehenswert ist auch die Kaiserin-Augusta-Anlage, eine schöne Uferpromenade des Gartenbaukünstlers Peter-Joseph Lenné sowie die Basilika St. Kastor: Hier verhandelte Ludwig der Fromme 842 über die Teilung des Fränkischen Reichs. Von Koblenz aus gibt es zwei Möglichkeiten, das romantische Rheintal flussaufwärts zu entdecken. Die linksrheinische Strecke führt über Boppard, St. Goar, Oberwesel und Bacharach nach Bingen und weiter durch das Nahetal nach Bad Kreuznach. Die rechtsrheinische Strecke verläuft über Lahnstein, an der Loreley vorbei, nach Kaub, Lorch, Assmannshausen, nach Rüdesheim und weiter durch den Rheingau nach Wiesbaden. Die Rheinseite kann unterwegs problemlos gewechselt werden, entlang der Strecke gibt es sechs Auto- und vier Personen fähren.

Erste Station ist das historische Städtchen Boppard, keltischen Ursprungs und mit bis zu 8 m hohen Mauern eines spätrömischen Kastells umgeben. Über St. Goar thront die imposante Burg Rheinfels, einst von den Grafen von Katzenelnbogen zur Sicherung des Rheinzolls erbaut, beherbergt die riesige Anlage heute ein einladendes Schlosshotel. An den Burgen Katz und Maus vorbei gelangt man zur Loreley, dem Mittelpunkt der Rheinromantik und in vielen Liedern besungen.

In Oberwesel, der „Stadt der Türme und des Weins“, mit einer auch heute noch beeindruckenden, mittelalterlichen Stadtumwehrung, grüßt schon von weitem die 1.000-jährige Schönburg hoch über der Stadt. Auch sie beherbergt ein romantisches Hotel. „Steinernes Schiff“ heißt die alte Zollfestung bei Kaub, die auf einer Insel mitten im Rhein errichtet wurde.

Das idyllische Weinstädtchen Bacharach ist gleich von mehreren Burgen, den Burgen Stahleck, Sooneck, Rheinstein und Reichenstein, umgeben.

Ebenfalls auf einer winzigen Insel mitten im Rhein steht der Mäuseturm, ein Wahrzeichen von Bingen. Auch er wurde ursprünglich als Wacht- und Zollturm gebaut. Sein Name leitet sich somit von dem auch heute so gebräuchlichen Begriff „Maut“ ab, die hier von den Schiffern erhoben wurde.

Sehenswert in Bingen ist auch die Burg Klopp, die teilweise auf Fundamenten der Römerzeit errichtet wurde und die Mündung der Nahe in den Rhein markiert sowie die Rochuskapelle auf dem gleichnamigen Berg, mit einem von Goethe gestifteten Bild des heiligen Rochus.

Auf der anderen Rheinseite liegen Assmannshausen, die „Heimat des letzten deutschen Rotweins“, der allerdings von erstaunlich hoher Qualität ist. Hier steht auch das Niederwalddenkmal, errichtet zum Gedenken an den Sieg über Frankreich und die Gründung des Deutschen Kaiserreichs 1871.

Unterhalb des Denkmals erreicht man in Richtung Wiesbaden den berühmten Weinort Rüdesheim mit dem Rheingau Weinmuseum und der Drosselgasse, einem beliebten Treffpunkt für feuchtfröhliche Weingelage.