SCHILLER

Auf den Spuren Friedrich Schillers

Schillers Geburtshaus, MarbachEingang zu Schillers Wohnhaus, WeimarGoethe-Schiller-Denkmal, WeimarSchiller-Denkmal, DresdenSchiller-Denkmal, MarbachHier schrieb Schiller seine Ode an die FreudeSchillerhaus, LudwigsburgSchillers Gartenhaus, JenaSchillers Geburtshaus, MarbachSchillers Unterkunft in BauerbachSchillers Wohnhaus, WeimarWeinberg Dresden-Loschwitz: Sommersitz von Schillers engstem Freund Gottfried Körner LoschwitzAuf dem Weg nach Meinigen überquerte Schiller hier die WerraSchloss Heidecksburg

Schillers 200. Todestag 2005 und sein 250. Geburtstag 2009 sind Anlass genug, sich auf seinen Spuren durch Deutschland zu bewegen. Am Beginn seines Lebens und unserer Reise liegt Marbach am Neckar, die Reise endet in Weimar, wo Schiller starb und begraben wurde.

Die ausgewählten Orte dieser Route folgen den Lebensstationen des Dichters auf doppelte Weise: Zum einen sind sie wichtige Stationen seines künstlerischen Schaffens, zum anderen Orte, die seine Persönlichkeit und seine Sicht auf die Welt entscheidend veränderten.

Am Anfang steht der Sohn eines Militärarztes, der gezwungen wird, sich der Disziplin des Herzogs zu unterwerfen, um selbst zum Militärarzt ausgebildet zu werden. Er fühlt sich jedoch zum Dichter berufen, was der Herzog ablehnt und damit Schillers Freiheitsdrang entfacht. Er desertiert und flieht nach Thüringen, wo er die Bedingungen vorfindet, die ihm die Umsetzung seiner Vorstellungen ermöglichen.

Am Ende steht Schiller als Dichter der Freiheit, einer Freiheit des Einzelnen, die es vor absolutistischer Willkür zu bewahren gilt.

Die Reise beginnt in Marbach, dem Geburtsort Schillers. Hier steht sein Geburtshaus und das Schiller Nationalmuseum mit dem deutschen Literaturarchiv. Seine ersten Theateraufführungen erlebte Schiller in Ludwigsburg, im Barockschloss mit Opernhaus, 1766 das größte Theater in Europa. Nach seiner Flucht nach Thüringen wohnte Schiller als Dr. Ritter in Bauerbach in dem Haus, in dem heute das Schillermuseum untergebracht ist. In der Nähe erinnert die Begegnungsstätte Friedrich Schiller mit der Gaststätte „Zum braunen Ross“ an den Dichter, sowie das „Naturtheater Friedrich Schiller“.

In Meiningen, unweit von Bauerbach entfernt laden das Literaturmuseum Baumbachhaus, das Theatermuseum „Zauberwelt der Kulisse“, das Meininger Theater und das Schloss Elisabethenburg ein. Empfohlen sei der Schillerwanderweg von Meiningen nach Bauerbach auf dem es sich hervorragend auf den Spuren des großen Dichters wandeln lässt.

In Rudolstadt traf Schiller zum ersten Mal in der sehenswerten Heidecksburg die Schwestern von Lengefeld und erhielt in der Glockengießerei (leider heute nur von außen zu besichtigen) die Anregungen zu seinem „Lied von der Glocke“.

Im Leipziger Schillerhaus in Gohlis schrieb Schiller seine Ode an die Freude und im Schillergarten in Dresden (unterhalb des heutigen „Blauen Wunders“) fand er in der Wirtstochter Johanne Justine Segedin das Vorbild für seine Gustel von Blasewitz in „Wallensteins Lager“. In Jena, wo Schiller an der Universität Vorlesungen hielt, ist sein damaliges Domizil, das Gartenhaus zu besichtigen und in Weimar schließlich, wo Schiller die letzten und fruchtbarsten Jahre seines Schaffens verbrachte, sein Wohnhaus an der Esplanade (heute Schillerstraße), das Deutsche Nationaltheater, in dem seine Stücke uraufgeführt wurden, mit dem berühmten Goethe- Schiller-Denkmal, die Anna Amalia Bibliothek, der Schiller einen Großteil seines „Lesestoffes“ entlieh sowie die Fürstengruft, die letzte Ruhestätte Friedrich Schillers.