31. Mai. 2010

Ausstellung von Chung Wei Jie

Chinesische Kalligrafie im Kloster Hornbach

Das historische Ambiente des Kloster Hornbach in der Südwestpfalz dient ab Mitte Juni als Kulisse für die ausdrucksstarken Kalligrafien des 1938 in Beijing geborenen chinesischen Künstlers Chung Wei Jie. Den Auftakt einer Ausstellung bildet die Vernissage am Sonntag, den 13. Juni 2010 um 16:00 Uhr. Dr. Helga Werle, Sinologin und Ehefrau des Künstlers, gibt eine Einführung in den kulturellen und philosophischen Hintergrund des "Schönschreibens".

Chung Wei Jie
Chung Wei Jie

Eine anschließende Führung durch das Haus bringt den Gästen die Magie der Zeichen näher. Die Werke Chung Wei Jies mit Titeln wie "Tiger" oder "Wolken und Kraniche" verkörpern Schlüsselbegriffe wie Freude, Harmonie und Zufriedenheit und versinnbildlichen das Gedankengut von Taoismus, Konfuzianismus und des (Zen-) Buddhismus. Sie sind bis einschließlich 3. September 2010 in den beiden Kreuzgängen, im Foyer sowie auf der Galerie im Haupthaus des Kooster-Hotels zu sehen. Seit seiner Kindheit beschäftigt sich der seit 1982 in Deutschland lebende Wahl-Berliner Chung Wei Jie mit der graphischen Gestaltung von Schriftzeichen.

Über die Jahre erlangte er wahre Meisterschaft. Heute lehrt er chinesische Kalligraphie und Kultur an Museen und führt seit 20 Jahren im Auftrag der Akademie für Design/Kunst die Sommerakademien des Saarlandes und Rheinland-Pfalz. Zahlreiche seiner Werke finden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen. Für Chung Wei Jie prädestiniert der geschichtliche Hintergrund des Kloster Hornbach das Haus als Ausstellungsort für seine Kalligrafien. Im 8. Jahrhundert erbaut, galt das einstige Benediktinerkloster in der Region als maßgebend in Glaubensfragen sowie als Träger von Kultur und Schriftgut und schlägt so die Brücke zur chinesischen Schriftkunst.