3. Sep. 2009

Louvre auf dem Lande

Wasserburg Anholt - eine "Insel" der besonderen Art

Wer die Wasserburg Anholt schon einmal besucht hat, wird diese Methapher des Jounalisten Wolfgang Manousek nachvollziehen können, mit der er die Lage der Anlage jüngst in der "Zeit" zutreffend beschreibt. Tatsächlich ruht das riesige Wasserschloss wie eine Insel in der Mitte einer Gräfte, die in ihren Ausmassen eher an einen See erinnert.

Parkhotel Wasserburg Anholt Spiegelung in der Gräfte
Parkhotel Wasserburg Anholt Spiegelung in der Gräfte

Das Parkhotel auf der Wasserburg ist in den ehemaligen Remisen untergebracht, sein Restaurant - als architektonisches Meisterwerk ausgezeichnet - schwimmt optisch auf dem Wasser so dass die Gäste beim Essen den Schwänen und Wildgänsen quasi auf Augenhöhe begegnen können. Von der hauseigenen Kunstsammlung des Fürsten Salm-Salm, die sich laut "Zeit" "mit den großen englischen oder französichen Privatsammlungen messen kann", wird auch der Hotelgast bereits in der Eingangshalle eingefangen.

Hier, wie in den Salons und Restauranträumen, werden Originalgemälde der Fürstlichen Sammlung präsentiert und dies setzt sich bis in jedes einzelne Zimmer fort. Die Hotelgäste wohnen inmitten einer Kunstsammlung, unaufdringlich und gediegen, belebend und anregend für die Sinne und für das Gemüt.

Zeit-Autor Wiolfgang Manousek bedauert, dass viele Kunstfreunde,die die Niederrheinroute vom Ruhrgebiet hoch nach Kleve und Kranenburg, über Xanten, Kalkar oder Schloss Moyland bereisen, noch nie etwas von Anholt gehört, geschweige denn diesen einzigartigen Ort aufgesucht haben. "Denn das holde Anholt, Sitz der Fürsten zu Salm-Salm, hat eine ganz besondere Attraktion, und das ist seine Kunstsammlung.

Eine Sammlung von über siebenhundert Alten Meistern", von denen ein repräsentativerTeil in einer Galerie in der Hauptburg zu besichtigen sind, in der Fürst Salm-Salm bis heute seinen Sitz hat. "Ob spanische, italienische, holländische, deutsche Meister: In Anholt findet sich alles, was das Auge begehrt."