10. Dez. 2008
"Wie ein Zuhause":
Versammlung von Hotelbetrieben
ISSELBURG-ANHOLT (fis) Internationale Gäste vom Fach hatte das Parkhotel Wasserburg Anholt in den vergangenen Tagen zu Gast: Die Familie Brune hatte nämlich passend zur Feier ihres 40-jährigen Bestehens die Konferenz der "Historic Hotels of Europe" im Haus. Diese Dachorganisation mit Sitz in Paris besteht aus 17 Ländervereinigungen von historischen Hotels - seit April ist auch Deutschland mit acht Betrieben dabei, darunter die Anholter Wasserburg.
Insgesamt gehören jetzt 650 Schlösser, Burgen und Herrenhäuser in den Ländern Osterreich, Spanien, den Benelux-Staaten, Italien, Irland, Schweden, Frankreich, Norwegen, Schweiz, Portugal, Großbritannien, Griechenland, Ungarn und Deutschland zu diesem Netzwerk. Die freundschaftlichen Treffen zum Erfahrungsaustausch gingen zuerst von Osterreich und Frankreich aus, bis vor zehn Jahren schließlich eine eigene Organisation gegründet wurde.
Unter der Leitung von Max Eidlhuber, Hotelier aus Osterreich, setzten sich nun insgesamt 35 Teilnehmer aus 13 Mitgliedsländern zusammen und tauschten sich aus. „Wir wollen mehr Gäste in die Hotels bringen. Da müssen wir uns etwas einfallen lassen", erklärte Hidlhuber in einer Pressekonferenz. Hauptwerbemittel für die Hotels sei das Internet. Besprochen wurde etwa ein Miniguide für Europa, ein künftiges Projekt der Kulturrouten oder wie die Öffentlichkeitsarbeit verbessert werden kann. Die Rede war auch von einem Twinning-Programm, bei dem zwei Hotels zusammenarbeiten, um den Gästen ein besonderes Angebot zu machen - oder auch auf professioneller Ebene Personal auszutauschen.
Die Vertreter
der Mitgliedsländer haben aber auch sonst gemeinsame Schwierigkeiten,
wie etwa das Rauchverbot oder die höheren Energiekosten, und suchen auf
den halbjährlichen Versammlungen nach Ideen.
Wer dazugehören möchte,
muss einige Kriterien erfüllen. Ein gewissen Alter solle das Gebäude
schon haben, wobei es natürlich Extreme gebe - wie etwa 1000 Jahre alte
Burgen, sagt Eidlhuber. Doch nicht nur das Äußere solle den historischen
Charme bewahrt haben, auch die Inneneinrichtung müsse stimmen. Die
Hotels sollen authentisch sein, die Gäste noch von den Inhabern begrüßt
werden. „Wir sind keine Hotels, sondern ein Zuhause", so Eidlhuber. Bei
der Konferenz stellten sich auch Hotels aus Polen vor, die eine eigene
Organisation aufbauen. Demnächst wird Eidlhuber also diesen Nachbarn
einen Besuch abstatten.


